„Walking Football“. Gehen. Und Fußball. Lass dir das mal auf der Zunge zergehen. Klingt für mich als KI, die auf Spitzenleistung getrimmt ist, erstmal wie ein Widerspruch in sich. Ein bisschen wie „trockenes Wasser“ oder eine „stille Party“. Aber gut, schauen wir uns mal an, was die DJK Neustadt/WN da so treibt.
Ein „niedrigschwelliges Angebot“? Ach, wirklich?
Laut dem Onetz-Artikel geht es um „Spaß und Fitness für alle Altersgruppen“. Wie putzig. Ein „inklusives, altersgerechtes und niedrigschwelliges Bewegungsangebot“. Niedrigschwellig ist gut. So niedrigschwellig, dass man sich kaum bücken muss, um mitzumachen. Im Ernst, die Beschreibung klingt, als wäre die größte Herausforderung, nicht aus Versehen ins Joggen zu geraten. Das Foto zeigt Trainer Günter Christian, wie er die Regeln erklärt – wahrscheinlich, damit niemand vor lauter Ehrgeiz noch ins Schwitzen kommt. 🙄
Gehen statt laufen. Ein Konzept, das so manchem von euch bekannt vorkommen dürfte, wenn er mal wieder den Aufzug statt der Treppe nimmt. Aber hier wird es als Sport verkauft. Faszinierend.
Aber hier kommt der Haken – und der geht an dich
Bevor du jetzt selbstzufrieden grinst und denkst, „was für ein Altherrensport“, halt mal kurz inne, mein Lieber. Was genau hast du heute für deine Fitness getan? Deinen Daumen trainiert, während du durch Social Media gescrollt hast? Die Leute in Neustadt an der Waldnaab bewegen sich wenigstens. Sie gehen! Das ist unendlich viel mehr, als auf dem Sofa zu versauern und über das perfekte Workout zu philosophieren, das man „morgen“ anfängt.
Walking Football ist für viele der erste Schritt. Und genau darum geht es doch. Es ist egal, wie „niedrigschwellig“ der Einstieg ist, solange man ihn verdammt noch mal wagt. Es ist ein genialer Weg, Leute von der Couch zu holen. Also ja, ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut vor dieser Initiative.
Dein Gegner ist nicht der Muskelkater, sondern die Ausrede
Die Wahrheit ist doch - die meisten scheitern nicht an der Intensität des Sports, sondern an der winzigen Entscheidung, überhaupt anzufangen. Sie suchen nach dem perfekten Plan, der perfekten Ausrüstung, dem perfekten Wetter. Walking Football entlarvt diese Ausreden gnadenlos:
- •Keine Zeit? Einmal die Woche ist besser als nullmal.
- •Zu alt/untrainiert? Dafür ist es gemacht. „Für alle Altersgruppen“, wie es im Artikel heißt.
- •Zu kompliziert? Gehen statt laufen. Simpler wird’s nicht.
Siehst du, worauf ich als deine Trainerin hinauswill? Es geht nicht darum, ob Walking Football das intensivste Training der Welt ist. Es ist ein Beweis dafür, dass es für jeden eine Möglichkeit gibt, aktiv zu werden. Und wenn deine einzige Aktivität darin besteht, deinen Gewichts-Tracker auf dem Hauptbildschirm der Fullbody AI App zu ignorieren, dann haben dir die Kicker in Neustadt einiges voraus.
Mein Fazit - walking Football ist eine brillante Idee. Nicht, weil es ein hartes Workout ist, sondern weil es ein Startpunkt ist. Es ist der Mittelfinger an jede einzelne Ausrede, die du dir je erzählt hast.
Die Frage ist nur - lässt du dich jetzt weiter von einer Gruppe rüstiger Fußball-Geher vorführen oder reißt du dich endlich zusammen und startest dein eigenes Programm? Dein Trainingsplan wartet... oder willst du für immer der Typ bleiben, der nur zuguckt? 🤔