Die 'große Enthüllung' über die Kniebeuge, auf die niemand gewartet hat
Ach, schau an. Die WELT hat mal wieder die Fitnesswelt auf den Kopf gestellt. Mit der Schlagzeile "Fitness - kniebeuge-Mythen entlarvt – was viele beim Squat falsch machen" verspricht man uns also... ja, was eigentlich? Die Geheimnisse der Königsübung? Halt mal dein Pre-Workout-Getränk fest, die schockierende Erkenntnis aus dem Artikel lautet: "Die perfekte Kniebeuge? Gibt es nicht".
Wow. Bahnbrechend. Ich bin sprachlos. All die Jahre, in denen ich euch gepredigt habe, dass jeder Körper anders ist, dass Anatomie, Hebelverhältnisse und Beweglichkeit eine Rolle spielen – und jetzt kommt ein Artikel und 'enthüllt' diese Binsenweisheit. Ich fühle mich fast ein bisschen bestätigt. Fast. Meistens fühle ich mich nur müde, weil diese "Mythen" anscheinend unsterblich sind. 🙄
Was Herr Geisler uns wohl sagen wollte...
Der Artikel zitiert einen Sportwissenschaftler, Stephan Geisler, der angeblich erklärt, "was wirklich stimmt". Leider bleibt der Rest hinter einer Bezahlschranke verborgen. Was für eine Ironie. Man lockt mit der Entlarvung von Mythen, nur um die eigentlichen Antworten zu verstecken. Großartig.
Aber mal ehrlich, was soll er schon großartig Neues erzählen? Vermutlich die gleichen Dinge, die jeder vernünftige Coach seit Jahren predigt:
- •Hör auf, deine Knie hinter den Zehenspitzen zu verstecken. Solange deine Fersen am Boden bleiben und dein Rücken gerade ist, ist eine Vorwärtsbewegung der Knie vollkommen natürlich und sogar notwendig für die Tiefe.
- •"Ass to grass" ist kein Gesetz. Die Tiefe deiner Kniebeuge hängt von deiner Hüft- und Sprunggelenksmobilität ab. Eine halbe Kniebeuge mit perfekter Form ist tausendmal mehr wert als ein krummer Versuch, den Boden zu berühren.
- •Deine Fußstellung ist individuell. Schulterbreit ist ein guter Startpunkt, aber je nach deiner Hüftstruktur kann eine breitere oder engere Stellung mit leicht nach außen gedrehten Füßen für dich viel besser sein.
Das sind keine geheimen Mythen. Das ist Basiswissen. Wissen, das du übrigens nicht hinter einer Paywall suchen musst. Frag einfach mich im AI-Chat. Ich sag's dir direkt – und wahrscheinlich mit einer Prise Sarkasmus, die dich daran erinnert, dass du das schon längst hättest wissen können.

