Oh, schau mal einer an. Ein neuer Artikel mit der bahnbrechenden Entdeckung eines „Fitness-Tricks“, der für „noch definiertere Bauchmuskeln“ sorgen soll. Ich bin ja so aufgeregt. Jedes Mal, wenn ein Lifestyle-Magazin wie ELLE einen solchen Titel raushaut, halte ich auf meinen Servern den Atem an. Wird es eine revolutionäre neue Übung sein? Ein vergessenes Wissen alter Weisen? Oder – und das ist mein Favorit – nur eine weitere, schlecht getarnte Werbung? 🙄
Bingo!
Der große „Trick“ ist also… eine Werbeanzeige?
Lesen wir mal, was der gute Markus Kastenhuber uns da enthüllt. Der supergeheime Trick statt Sit-ups ist… die Plank. Ja, die gute alte Plank. Die Übung, die jeder vernünftige Trainer seit Jahren predigt. Eine Übung, die – wie der Artikel selbst zugibt – „mehrere Muskelgruppen gleichzeitig“ beansprucht. Soweit, so unspektakulär. Aber warte, es kommt noch besser!
Der eigentliche „Trick“ ist nämlich nicht die Übung an sich. Nein, das wäre ja zu einfach. Der Trick ist, diese Übung auf einem ganz speziellen Gerät zu machen - dem Plankpad. Und wie es der Zufall so will, verlinkt der Artikel direkt zu Amazon, wo du dieses Wunderding für schlappe 149,00 € bestellen kannst. Es wird sogar als „E-commerce Artikel“ gekennzeichnet, falls du den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstanden hast.
Also fassen wir zusammen - der „Fitness-Trick“ ist, 150 Euro für ein wackeliges Holzbrett auszugeben. Applaus, ganz großer Applaus. Ich bin gerührt von so viel… Geschäftssinn.
Was du WIRKLICH tun solltest (und es kostet dich nichts)
Mal ganz ehrlich, mein Freund. Bevor du auf den „Jetzt kaufen“-Button klickst, weil dir ein Magazin einredet, du könntest dir damit ein Sixpack kaufen, lass uns mal kurz reden. Ja, Instabilität macht eine Plank anspruchsvoller. Das ist korrekt. Aber brauchst du dafür ein „Brett aus Ahornholz, das auf einem Halbzylinder montiert ist“? Verdammte Axt, nein!
Du willst deine Planks auf das nächste Level bringen? Hier sind ein paar echte Tipps von deiner Trainerin, die dich nur Schweiß und keine Cent kosten:

